Was genau machst du? Mais porqué?
Ich gehe laufen.
Ich bin schon immer gerne gelaufen. Das stimmt so nicht ganz. Ist sogar ein wenig gelogen. Seit einigen Jahren laufe ich gerne und gerne weit. Ich denke es hat mit dem Rigimarsch angefangen. 50 KM durch die Nacht. An dieser Stelle: Danke F. Ich meinte das schaffe ich nie, er meinte mit meinem Kopf halt eher schon. So war es dann auch. Mit Blasen an den Füsen waren wir frühmorgens auf dem Rigi. Mit Schnaps für Hänse. Mit Bier für uns.
Dann kamen viele kleiner Märsche (da ist das Wort Ärsche drin; passt manchmal und finde ich schon bisschen lustig). Laufen in Baden, in Züri, in den Bergen. Immer zwischen 20 und 45 KM. Am liebsten laufe ich „an ein Ziel“. In mein zuhause oder in ein anderes „hause“. Was ich sagen will: zwei mal den Zug zu nehmen goutiere ich nicht. Ich mache es im Notfall, aber gerne habe ich ein Konzept in der Lauferei. „Irgendwo hin laufen“. An ein Mittagessen, in die Ferien, an einen Apéro. Sehr gerne laufe ich alleine. Beim Laufen räume ich mich auf. Sehr gerne laufe ich aber auch mit Freunden. Es ist anders, aber anders gut (vor allem mit S).
So bin ich dann auch einmal von Genf nach Gstaad gelaufen. Köstlich war es. Eine gewisse Fehlplanung war vorhanden, da es März war und die Berge hoch. Aber es ging gut, ich bin halt einfach mit den Sneakers durch den Schnee gestampft. U kam auch einige Etappen mit. Da haben wir Hummer gegessen irgendwo zwischen Lausanne und Montreux. Lustig und köstlich. Das ist auch etwas, was ich gerne habe: Ein leckeres Essen, eine Dusche und ein Bett nach dem Laufen. So haben mich G und M sowie die kleinen Stinker E und T dann auch in Gstaad mit einem zauberhaften Plättli empfangen. Und Bier. Con mucho gusto war das. Spoiler alert: Das wird im kommenden Vorhaben nicht (immer) möglich sein. Es wird gezeltet. Da muss ich selber lachen: Ich und Zelt. Ich bin eher der clamper. Aber ich spüre, dass ich meinen „Niak Palast“ sowie die Tomate lieben werde. Sie sind nämlich top.
Eine weitere Lauferei ist „das Meer ablaufen“. U und ich sind vom Ticino nach Genau gelaufen. Zwischendurch gab es den Zug (weil manchmal nicht so schmucke bis hässlich), aber es waren doch eine KM, die wir gebölzt haben. Ein Jahr später liefen wir dann von Genua nach Nizza. Mit dem teuersten Aperol Spritz EVER in Monaco. Die Dinger waren so teuer, dass wir jedes Nüssli noch aus der teuren Knabberschale gestohlen haben. Schade haben wir die Schale nicht gstibitzt.
Und nun laufe ich die Südinsel Neuseelands ab.

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